Lernplattform

 

Moodle - Was heißt das?

Moodle ist ein Wort, das aus einer Abkürzung entstanden ist und inzwischen wie ein Verb gebraucht wird. Auch wir „moodeln“ an unserer Schule! Eigentlich bedeutet es „Modular object-orientated dynamic learning environment“.

Es handelt sich um eine dynamische Lernumgebung in Form von online gestellten interaktiven Informations– und Lernkursen, die sowohl von der Schule als auch vom heimischen PC oder von jedem anderen PC mit Internetanschluss aus genutzt werden können.

Moodle ist ein „Learning Management System“ und wird in erster Linie als Lern– und Kommunikationsplattform, aber auch zunehmend im Projektmanagement und anderen Bereichen eingesetzt. Moodle wurde 1999 von Martin Dougiamas an der Curtin Universitiy of Technologiy in Perth, Australien, erfunden und entwickelt. Was als Aktion eines genervten WebCT-Administrators begonnen hat, ist inzwischen zu einer weltweiten, den Globus umspannenden Entwicklungs– und Interessensgemeinschaft gewachsen. In zahlreichen Universitäten, Organisationen und Unternehmen entwickeln viele Computer-Enthusiasten permanent neue methodische und didaktische Ansätze.

Derzeit ist Moodle in 193 Ländern unter Verwendung von 75 verschiedenen Sprachpaketen vertreten, wobei jeden Tag einige Neuinstallationen hinzukommen. Moodle steht allen Anwendern frei zur Verfügung, es ist eine Open Source Software (= eine Software die frei kopiert, modifiziert und verändert wie unverändert weiterverbreitet werden darf).

Moodle ist eine Lernplattform im Internet, mit der man Unterrichtsinhalte begleitend vertiefen, üben und sich selbstständig aneignen kann. Nur mit Benutzerkennung und Passwort  ist es möglich, sich in die Datenbank einzuloggen, für niemand Außenstehenden sind die Seiten einsehbar. Dort findet man ein virtuelles Klassenzimmer und die Links zu den einzelnen Kursräumen in fast allen Fächern. Diese Kursräume bestehen aus verschiedenen Lernkursen. Was hier an Informationen abgelegt ist, kann nicht auf dem Weg nach Hause oder in den Untiefen einer Schultasche verloren gehen, nein, es ist jederzeit von jedem Rechner aus neu abrufbar. Hier findet man je nach Fach und Nutzung des Kurses den Unterricht ergänzende, interaktive Übungen, die vom Lehrer erstellt oder zusammengestellt sind. Das können Übungsformen unterschiedlichster Art sein wie Lückentexte, Kreuzworträtsel, Zuordnungsübungen, Tests und Websites vielfach mit Ergebniskotrolle und Lösungen.

Moodle verlangt von den Schülerinnen und Schülern mehr Eigenverantwortung für das eigene Lernen. Daneben ist natürlich ein PC mit Internetzugang auch zu Hause notwendig. Da wir dies nicht voraussetzen können, wird Moodle im heimischen Bereich ein freiwilliges Zusatzangebot sein.

Stellt sich die Frage: Werden die Schüler heutzutage nicht bereits genug Reizen durch die Medien ausgesetzt? Die Antwort lautet „ja und nein“! Aber es ist gerade Aufgabe der Schule, die Kinder einen verantwortungsbewussten und sinnvollen Umgang mit den Medien zu lehren. Die Nutzung internetbasierter Lernplattformen ist dazu sehr gut geeignet, zumal das Lernen mit dem PC mittlerweile eine verbreitete Form des modernen Unterrichtsgeschehens ist. Und dass Computer einen hohen Stellenwert bei unseren Kindern besitzen und die Arbeit am Rechner für sie sehr motivierend ist, weiß jeder.

An zahlreichen Schulen in Bayern, so auch an der Grundschule Kümmersbruck, wird inzwischen ergänzend zum Unterricht die Nutzung der Lernplattform Moodle angeboten.